HF-Antennen für den Notfunk (Kurzwelle)
Für den Notfunk auf Kurzwelle (HF, 3–30 MHz) sind Antennen wichtig, die auch bei Stromausfall schnell aufgebaut werden können und zuverlässige Verbindungen ermöglichen.
Dabei unterscheidet man zwischen regionalem Notfunk (etwa 50–500 km) und überregionalem Notfunk (mehrere Hundert bis Tausende Kilometer).
Geeignete HF-Antennen für den Notfunk
1. Inverted-V-Dipol
Sehr gut für regionalen Notfunk auf 40 und 80 m. Leicht, preiswert und mit einem Mast von etwa 6–10 m aufzubauen. Besonders geeignet für NVIS-Funkverbindungen.
2. Endfed-Halbwellenantenne (EFHW)
Platzsparende Einspeisung am Drahtende. Je nach Ausführung für mehrere HF-Bänder geeignet, beispielsweise 40, 20 und 10 m. Gut für mobilen Notfunk.
3. Vertikalantenne
Besonders interessant für überregionale Verbindungen auf 20 oder 40 m. Benötigt wenig horizontale Fläche, aber häufig Radials und eine gute Anpassung.
4. Mehrband-Dipol / Linked Dipole
Robust, leicht reparierbar und ohne komplexe Technik nutzbar. Besonders sinnvoll als Notfunkantenne für 80, 40 und 20 m.
Welche Antenne für welche Entfernung?
|
Entfernung |
Geeignete Bänder |
Antenne |
|---|---|---|
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0–300 km |
80 m / 40 m |
NVIS-Dipol |
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100–800 km |
80 m / 40 m |
Inverted-V |
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500–3.000 km |
40 m / 20 m |
Dipol / EFHW |
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Über 3.000 km |
20 m / 17 m |
Vertikal / Dipol |
Die Entfernungen sind nur Richtwerte. Tageszeit, Sonnenaktivität und Ausbreitungsbedingungen beeinflussen die tatsächliche Reichweite erheblich.
Meine Empfehlung
Für eine zuverlässige Notfunkstation würde ich eine 80/40-m-NVIS-Drahtantenne an einem 6–10 m hohen GFK-Mast wählen. Der DARC beschreibt diese Bauweise ebenfalls als besonders geeignet für regionale Kurzwellenverbindungen.
Für den Sendebetrieb auf Amateurfunk-Kurzwellenbändern benötigst du die entsprechende Amateurfunkzulassung. Für lizenzfreien Bürgernotfunk auf CB-Funk (27 MHz) gelten andere Antennenanforderungen.